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Die Geschichte der Kirchen

Am Marktplatz in Varde liegt die Kirche Sct. Jacobi. Diese Kirche wurde wahrscheinlich zwischen 1150 und 1225 gebaut und dem Apostel Jakob gewidmet. Schiff, Chor und Apsis stammen aus der romanischen Zeit, während der Turm im späten Mittelalter hinzugefügt wurde. 1809-12 wurde die Kirche erweitert und bekam einen Grundplan wie eine Kreuzkirche.

Die Orgel wurde 1952 von dem Orgelbauunternehmen Marcussen & Søn gebaut. Das Glockenspiel der Kirche ist täglich in der ganzen Stadt zu hören. Die Melodien werden vom Organisten aufgenommen und je nach Jahreszeit und Feiertagen ausgewählt.

In Oksbøl kann man die Kirche von Aal besuchen, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Diese Kirche ist insbesondere für ihre Fresken bekannt. Hier gibt es u. a. den berühmten Reiterfries, ein einzigartiges Beispiel europäischer Kirchenkunst. Der Fries erinnert an den berühmten französischen Bayeux-Gobelin, auf dem der Kriegzug von Wilhelm Dem Eroberer 1006 in England dargestellt wird. Die Bilder sind Dänemarks größtes Bildwerk aus der Zeit von König Valdemar. 

Das Kruzifix der Kirche zeigt den siegenden Christus im Gegensatz zum gotischen Kreuz mit dem leidenden Christus. Ein Kruzifix, das den siegenden König mit der Krone auf dem Kopf zeigt – und nicht mit ein Lendenschurz, sondern in einem Kriegergewand. Das ist Christus mit den „Augen des Glaubens“.

Ursprunglich lag die alte Kirche von Oksby am Blåvandvej, direkt gegenüber dem Skråvejen. Die alte Kirche von Oksby war Dänemarks letzte Kirche mit Strohdach. Die Kirche ähnelte mehr einem Bauerhaus, entsprechend den recht spärlichen Mitteln der Gegend. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhundert gebaut, aber bereits 1770 musste die Kirche aus dem Sand freigegraben werden, der beständig um die Kirche und den Friedhof wehte.

Mehrere Jahre befand  die Kirche sich in einem sehr slechten Zustand, u.a. musste das Strohdach dringend erneuend werden. Eine neue Verordnung Ende des 19. Jahrhunderts besagte dass alle Kirche ein festes Dach haben sollten. Daher musste man entscheiden, ob man entweder eine ganz neue Kirche bauen wollte oder mit einer umfangreichen Renovierung beginnen wollte.

Bereits damals befand sich das heutige Blåvand in einer Wachstumsphase. Daher entschied man sich eine neue Kirche zu bauen. Die Bewohner von Vejers teilten diesen Beschluss jedoch nicht. In demokratischer Art und Weise beschloss man daher, die alte Kirche nicht durch eine neue, sondern durch zwei neue Kirchen zu ersetzen. Daher wurde nur ein Satz Pläne angefertigt, denn der Bau von zwei gleichen Kirchen war einfacher. Die Kirche von Oksby ist jedoch etwas länger.

Die neue Kirche von Oksby wurde in Oksby platziert, man musste jedoch noch herausfinden, wo die andere Kirche stehen sollte, da man sowohl an die Bevölkerung in Mosevrå und die in Vejers denken musste. Die salomonische Lösung wurde, dass zwei Männer mit gleich langen Beinen in Mosevrå bzw. Vejers aufeinander zugingen. Dort, wo sie sich trafen, wurde die Kirche von Mosevrå platziert. Die neuen Kirchen wurden in 1891 ein geweiht und werden auch heute noch genutzt.

Die Kirche liegt herrlicher Lage zwischen Grærup, Børsmose und Kærgård. Sie wurde auf der Kante der alten Küstenlinie aus der ersten Eiszeit errichtet. Die Bevölkerung dieser ländlichen Gegenden sollte selbstverständlich auch in die Kirche gehen können. Daher wurde 1902 die Kirche in Børsmose als Annexkirche der Kirche in Aal. Sie ist somit eine der neueren Kirchen in Dänemark. 1968 wurde jedoch das gesamte Hinterland der Kirche für militäre Zwecke verstaatlicht, während die Kirche selbst und der Friedhof hiervon ausgenommen wurden. Daher liegt die Kirche heute als ein schöner, geweihter Ort mitten zwischen Panserspuren und Schiessgebieten. Einmal monatlich wird ein Gottesdienst abgehalten und die Kirche wird auch sonst für kirchliche Handlungen benutzt.


Das Gebiet westlich ist Land, das nach der Eiszeit entstand, und liegt wesentlich niedriger als die Flächen im Osten. Die niedrige Gebiete im Westen sind hervorragende Weidegebiete, die nicht nur von den von den wenigen Landwirten hierher gebrachten Kühen, sondern auch vom frei lebenden Rotwild genutzt werden. Die alte Küstenlinie an der Ostseite der Strasse ist seit der Steinzeit bewohnt. Genau wie früher hat man hier von der Westseite der Kirche von Børsmose und der Hügelkette bei Grærup eine phantastische Aussicht auf die Überreste des alten Blåvandshuk aus der Vorzeit.
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